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Index   Kategorien Deutsche Kartographie
21.05.2013  14:17:56   
099
DANIEL MEISNER – VEDUTE VON PETRINJA
Daniel Meisner /
Kroatien
Deutsche Kartographie

 
     

DANIEL MEISNER – VEDUTE VON PETRINJA

Justus in Periculo securils est: Petrinia in Ungarn

Frankfurt: Eberhard Kieser, 1638

Kupferstich;9,5x14 cm

Nr. 99

 

Diese Vedute entstand auf Grund zweier Vorlagen, die von J. Oertel  hergestellt wurden. Während der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden einige Überarbeitungen entworfen. Petrinja hatte eine besondere strategische Bedeutung in der Verteidigung Kroatiens vor den Türken. Nachdem Kroatien von den Türken im Jahre 1592 eingenommen wurde, errichtete Pascha Hassan eine neue Festung an der Mündung des Flüsschens Petrinja in die Kupa. Die Festung kann man auf dieser Vedute sehen. Meisners Vedute  zeigt Petrinja nach ihrer Befreiung (1596) und dem Rückzug der Türken zum Fluss Una.  Als die Vedute entworfen wurde, war Petrinja eine der wichtigsten Befestigungswerke des habsburgischen Verteidigungssystems vor den Türken, was auch in dieser Karte deutlich zu Geltung kommt. Auf ihr sieht man die ehemalige türkische Niederlassung in Form eines Quadrats. Um die Festung herum befinden sich Festungsgraben  in die das Wasser aus dem Flüsschen Petrinja eingelassen wurde. Im ersten Plan sieht man die Festungsmauern mit hervorgehobenen Bastionen, welche die Kraft ihrer Mauern demonstrieren. Auf dem Fels über der Petrinja sitzt metaphorisch der Adler, das Symbol der Habsburgermonarchie. Unter der Vedute folgt die barocke Sentenz in neostoischer Inspiration, geschrieben im elegischen Distichon: Ex quancunque poli, quamvis vaga fulmina, parte/Eurumpant, minime, noxia sunt aquilae.

Unter dem lateinischem Text folgt der Text auf deutscher Sprache, der eine sehr freie Überetzung des lateinischen Textes ist:  Ob schon der Donnerschlag sich windt,/uff den adler von allem endt./Ist er inn weiderwewertigheit,/Doch ficher und getrof allzeit.

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